Baumschule und Bauhof der Höheren Bundes Lehr-und Forschungsanstalt für Gartenbau
Städtebauliche Überlegungen
Die Baukörper "Unterricht und Personal", "Übungsbereich Baumschule", sowie die Glashäuser sind U - förmig am Grundstück situiert und gruppieren sich um einen zentralen Innenhof mit Pausenbereich und Demonstrationsgarten.
Den östlichen Abschluss zum Bahngelände und den Kleingärten bilden als optische und akustische Abschirmung die Abstellboxen und Lager. Diese sind entsprechend von der Grundgrenze abgerückt.
Der Baukörper "Unterricht und Personal" liegt mit dem Haupteingang und Vorplatz westlich an der Jägerhausgasse und ist von der Jägerhausgasse ca. 15 m abgerückt. Über kurze Verbindungen sind von hier aus einerseits die Übungshallen und andererseits die Glashäuser erreichbar. Auf die richtige Zuordnung der einzelnen Funktionsgruppen wurde Bedacht genommen.
Die gesamte Anlage wird über eine interne Aufschliessungsstrasse mit Ein- und Ausfahrt von der Jägerhausgasse erschlossen. Die Kurvenradien sind für Feuerwehrfahrzeuge und Anlieferungsverkehr (LKWs mit Anhänger) bemessen.
Im Bereich der südlichen Einfahrt ist auch der Parkplatz für 10 PKW - teilweise mit Pergolabeschattung - mit kurzen Wegen zu den Eingängen von Theorietrakt und Übungshallen situiert.
Funktionelle und gestalterische Überlegungen.
Unterricht ,Seminar- und Personaltrakt
Der Unterrichtstrakt ist an der Jägerhausgasse mit den Unterrichtsräumen nach Norden mit Sichtbeziehung zu den Kulturflächen, und den Personalräumen nach Westen zur Jägerhausgasse ausgerichtet, situiert.
Der Sanitär- und Umkleidebereich bildet eine Kernzone, wobei hier besonders auf die Trennung von Reingang und Stiefelgang geachtet wurde (Schmutzschleusen).
Der Seminarbereich lässt sich zur zentralen Pausenhalle erweitern und hat direkten Bezug zur Pausenterrasse (Schiebetüren) und Freifläche (Demonstrationsgarten).
Der Unterrichtstrakt erhält einen eigenen Aufgang auf das Dach. Hier ist ein intensiv begrüntes Dach mit Demonstrationspflanzungen und einem kleinen Flugdach mit seitlichem verglasten Windschutz (Schattenzone, Sitzplatz, Ausguck) vorgesehen.
Glashäuser
Die Glashäuser bestehen aus einer Systemhalle mit angedockter Schattenhalle. Sie sind zentral am Grundstück angeordnet, von den Kulturflächen gut erreichbar und genügend weit von den südlich gelegenen Übungshallen abgerückt, damit auch im Winter (21. Dezember) keine Beschattung der Glashäuser durch andere Baukörper erfolgt.
Übungshallen
Die Übungshallen sind in einem gemeinsamen Baukörper zusammengefasst und über die "Innere Erschliessung" von der gemeinsamen überdachten Vorfahrt erschlossen. Durch nach Norden gerichtete Oberlichtbänder wird sowohl die innere Erschliessung als auch vor allem die Arbeitsräume tageslichtmässig belichtet. Die Südseite der Oberlichtbänder wird mit Sonnenkollektoren für Warmwassererzeugung (evtl. auch Fotovoltaik) ausgestattet werden. Die seitlichen Oberlichtbänder sind südseitig durch waagrechte Holzlamellen beschattet. Waagrechte Sichtschlitze in Höhe des Arbeitbereiches stellen den Aussenbezug für die Schüler her.
Alle Dachflächen sind extensiv begrünt.
Verkehr und Sonstiges
Der Lieferverkehr mit LKWs ist äusserst gering und erfolgt nur fallweise, wenn Materialien oder grössere Pflanzen antransportiert werden.
Ökologie,
Das gebäude ist als Niedrigenergiehaus in Holzbauweise geplant. Alle Dächer sind begrünt, und werden zum Teil als Versuchsgarten von der Schule benutzt. Die beheizung erfolgt mittels einer biologischen Pelletsheizung. Für die Warmwasserbereitung sind Solarkollektoren eingeplant.
Regenwasser konzept: Das gesamte anfallende Regenwasser von den begrünten Dachflächen wird in einem Teich mit Regenerationsflächen gesammelt und zur Bewässerung der Kulturflächen verwendet.
Statistik
Bruttogrundrissfläche.........3.969 m2
Nettogrundfläche...........3.474 m2
Bruttorauminhalt:...........18.070 m3
Bauzeit: ..............Baubeginn 2007, Fertigstellung 2008