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Wohnhausanlage "In der Wiesen"
1230 Wien, Rösslergasse 4

Entsprechend dem städtebaulichen Leitgedanken der Stadtplanung wird entlang der Rösslergasse ein strassenparalleler Baukörper entwickelt. Dieser Baukörper ist eine logische Fortsetzung des städtebaulichen Konzeptes "In der Wiesen" und des vor einigen Jahren neu gebauten, westlich gelegenen Wohnhauses.
Die Ausrichtung ist rein südorientiert, mit weiten Blickachsen zum Grünraum und eines weitläufigen, südöstlich gelegenen Hofbereich. Dieser wird auch als Jugendspielplatz genutzt.
Als gemeinsame Einrichtung für Freizeit und Sozialkontakt der Bewohner der beiden Wohnhäuser wird ein Schwimmbad mit Sauna am Dach an der Süd-Ost-Ecke des langgestreckten Bauteils geschaffen. Dies auch als städtebaulicher Übergang zum nordöstlich gelegenen, niederen bebauten Schulbauplatz. Eine markante Plattform, ähnlich einem Schiffsdeck, vermittelt so visuell zwischen den unterschiedlichen Nutzungsarten: im Norden (Schule), Osten (Park) und Süden (Wohnungen).

Ökologische Massnahmen:
Bedingt durch die reine Südlage, ohne Abschattungsflächen, wurde vorgeschlagen, die südgerichteten Brüstungen der Loggien der Obergeschosse 2. - 5. Stock als Sonnenkollektoren auszubilden und so zusammen mit der südseitigen Verglasungsfront ein optimales Zusammenwirken zwischen aktiver und passiver Sonnenenergie zu erreichen. Die Kollektorflächen dienen dann einerseits zur Warmwasserbereitung in den Übergangszeiten und zur Warmwasserbereitung des Dach - Schwimmbades. Das Dach wird begrünt und von den Bewohnern allgemein über die Schwimmbadterrasse genutzt.

Wohnungen:
Zur Gartenseite wurden grösstenteils zweigeschossige Maisonettwohnungen mit südseitigen Gartenabteilen mit Abstellboxen, hin angeordnet. Diese Zweigeschossigkeit zeichnet sich auch in der Fassadenstruktur ab. Je Stiegenhaus werden vier Wohnungen erschlossen, mit vorgelagerten tiefen Loggien
Allen Wohnungen sind südseitig orientierte Loggien mit Verglasungsmöglichkeit und Pflanzmöglichkeit vorgelagert. Das Dachgeschoss wurde als zusammenhängender bzw. horizontaler, zweigeschossiger Balken formuliert, wobei die Zweigeschossigkeit die Maisonettwohnungen in der Architektur und Struktur ablesen lassen!
Der allgemein genutzte, ostseitige Teil des Obergeschosses gliedert sich in zwei Decks, ähnlich eines Schiffes mit Sauna und Schwimmbad sowie das gemeinsam begrünte Dach, das als zum Schwimmbad zugehöriger Dachgarten von den Bewohnern mitgenutzt wird und an klaren Tagen einen schönen Blick über das südliche Wien bis zum Schneeberg ermöglicht.

Flexibilität:
Einige Wohnungen sind so konzipiert, dass diese als "Generationenwohnung" oder als Wohnung für "Heimarbeiter" genutzt werden können, wobei ein eigener Eingang für die Büronutzung geschaffen werden kann.

Wohnungsumfeld:
Durch die Lage in einem ostwest-konzipierten Stadterneuerungsgebiet ergeben sich beste infrastrukturelle Einrichtungen, wie Kindergärten, Schulen, Post, Einkaufszentrum Wohnpartei Erlaa sowie auch besten Anschluss an das öffentliche Verkehrsmittel U-Bahn (U6) und Freizeitaktivitäten. So kann ein hoher "Modal Split" erreicht werden und die Planungsphilosophie der "Stadt der kurzen Wege" gerecht werden.

Grundstücksfläche:......2.805 m2
Bebaute Fläche:........1.160 m2
Bruttorauminhalt:.......17.895 m3
Wohnungsanzahl:........63 WE
Stellplätze in Tiefgarage:.....65Stellplätze
Bauzeit:.............2004 - 2006
Auftraggeber:............Wien Süd, Gemeinn. Bau- und Wohnungsgen. Wien

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