PROJEKTBESCHREIBUNG
Bestand:
Der Zustand der Fassade ist dem Alter (Baujahr ca. 1970) entsprechend, in grossen Bereichen jedoch angewittert und teilweise stark verschmutzt. Die Fenster weisen nicht den erforderlichen Schall- und Wärmeschutz auf und sind teilweise beschädigt (Beschläge). Die Jalousien sind teilweise beschädigt.
Da die Fassade funktionell, technisch, auch optisch und gestalterisch nicht mehr dem zeitgemässen Standard entsprach, wurde der Vorschlag einer Fassadensanierung erarbeitet.
Vorschlag zur Fassadenneugestaltung:
Ziel der Neugestaltung war es eine zeitgemässe, ruhige (vornehme) Fassadenstruktur zu erlangen, die über einen längeren Zeitraum ihr Erscheinungsbild behält und weitgehend auf "modische" Elemente verzichtet sowie einen geringen Wartungsaufwand verursacht. Die dafür prädestinierten Materialien sind daher Glas (waschbar) und Edelstahl (keine Beschichtungen, etc. erforderlich).
Der Haupteingang Operngasse wird optisch durch die Öffnung der Fassade und durch ein langgezogenes Vordach (tragflügelförmig) aus Edelstahlblech betont. Der Eingang erfolgt über zwei manuell zu bedienende Karusselltüren (Stahl-Glas). Die Eingangsverglasung der Halle besteht aus punktgehaltenen Isolierglaselementen mit Aussteifungen aus Seilzugkonstruktion. Der Nebeneingang Operngasse erhält eine höhere Einfahrt und wird optisch zurückgehalten behandelt. Der Nebeneingang Schaurhofergasse erhält ebenfalls ein Vordach. Hauptfassade
Die Hauptfassade erhielt, um sich auch vom gegenüberliegenden Block der TU angenehm abzuheben, eine möglichst einheitliche Fassadenoberfläche mit leicht horizontaler Gliederung. Dazu wurden vorgehängte, hinterlüftete Parapetverkleidungen aus emaillierten Glaspaneelen gewählt. Die Fenster sind als 2+1-Scheibe-Alu-Verbundfenster (Dreh-Kipp-Flügel) vorgesehen, wobei die äussere Scheibe ähnlich einer "Structural-glacing-Fassade" über den Flügelrahmen gezogen ist und somit von aussen keine Rahmen sichtbar sind. So wird ein durchgehendes Fensterband erzeugt, ohne Unterbrechung durch senkrechte Pfostenprofile. Der Sonnenschutz besteht aus zwischen den Verbundelementen angeordneten elektrisch betriebenen Jalousien. Die horizontale Betonung wird durch waagrechte Edelstahlprofile, die im Sturz- und Parapetbereich durchgezogen werden, erreicht. Der Gebäudeeckbereich wird zusätzlich durch Aufdoppelung der Profile betont, da in diesem Bereich auch ein konstruktiv bedingter Fenstersturz vorhanden ist.
Sonstiges:
Die Neuherstellung der Fassade erfolgte Zug um Zug mit dem Abtragen der Altfassade, um ein Offenhalten der Fassade zu minimieren. In diesem Zusammenhang wurde auch die Wärmedämmung des Gebäudes verbessert. Der Arbeitsablauf wurde daher mit den Innenausbauarbeiten synchronisiert und es wurde eine möglichst weitgehende Vorfabrikation angestrebt.
Statistik:
Fassadenfläche gesamt:................7.840 m2
Herstellungskosten netto...............4,0 Mio €
Planung, Ausführung:...........1998 - 2000