UMFELD:
Die Baulückenbebauung befindet sich in zentraler Lage des 10.Bezirkes in einer mit Alleebäumen bepflanzten Strasse typischen Wiener Strassenprofiles. Dominierend in der Strasse ist ein für die Betriebsansiedlung zur Jahrhundertwende in diesem Bezirksteil typische Backsteinindustriebau, der ein starkes Merkzeichen und einen Identitätsfaktor für diesen Bereich darstellt. Sonst wird die Inzersdorferstrasse durch eine Mischung aus Gründerzeitbauten und Bauten der 50er und 60er Jahre geprägt.
INFRASTRUKTUR:
In diesem gewachsenen Viertel gibt es gute Infrastruktur an Geschäften, Kleingewerbebetrieben, Gasstätten. Volks- und Hauptschulen sowie Handelsakademie unterstützen Kinder und Jugendliche bei einen möglichst reibungslosen Start ins Leben. In weniger als 15 Minuten ist man im historischen Amalienbad, in der Fussgängerzone, im Laabergbad sowie im Naherholungsgebiet Wienerberg und Laaerberg.
ARCHITEKTUR:
Die Architektur nimmt im übertragenen Sinn Elemente des Strassenraumes auf mit einer reliefartigen Fassadenstruktur und unterschiedlichen flachen und gering vorspringenden Fensterelementen auf. Dadurch wird die Flächigkeit von der Dimension der Tiefe überlagert. Die Fassade passt sich mit neuen Stilmitteln an die Gründerzeitfassaden an und gibt dem Bereich gerade an der Einmündung einer nordwärts führenden Strasse mit Blickwinkel Kahlenberg ein neuzeitliches Gepräge.
WOHNUNGEN:
Pro Siegenhaus werden nur zwei bis drei Wohnungen erschlossen. Gemeinschaftsraum und Freiflächen, Loggien und Terrassen symbolisieren das Miteinander und schaffen die Voraussetzung für eine funktionierende Gemeinschaft. Ein klares Konstruktionsprinzip mit mittig sitzendem Installationskern erlaubt eine grosse Variabilität an Wohnungsgrundrissen. t Den Bewohnern bleibt die Wahl einer Vielzahl von möglichen Grundrissvarianten, so kann sich die Wohnung auch den noch im Laufe des Lebenszykluses entstehenden, unterschiedlichen Wohnbedürfnissen angepasst werden. Das Freiraumangebot jeder Wohnung ist mit Loggien zum ruhigen Hof gegeben und profitiert so von der vorgegebenen ruhigen südgerichteten Hoflage.
FLEXIBILITÄT:
Die Struktur des Gebäudes wurde als offene Tragstruktur mit Stiegenhauskern und Sanitärkern entwickelt. Ausgehend von dieser flexiblen Grundstruktur lassen sich, wie schon erwähnt, unterschiedliche Wohnungstypen entwickeln und den jeweiligen Bedürfnissen der Wohnungsinteressenten anpassen.
FREIBEREICHE:
Der relativ grosse Hoffreibereich wird mit einen multifunktional verwendbaren Raum in Anschluss an die Eingangssituation ausgestattet. Dieser ist transparent zum Hof hin transparent verglast und kann als gedeckter Kinderspielbereich, Gemeinschaftsraum, etc genutzt werden. Die Freibereiche werden begrünt und mit unterschiedlicher Grüntextur belegt, sodass sich für die Wohnungen ein den Jahreszeiten entsprechend unterschiedliches Farbbild ergibt. Die Feuermauern sollen flächenmässig vertikal begrünt werden. Ein Labyrinth von Filterhecken ergibt eine interessante Spiel- und Grünerlebnisstruktur für Kinder, die zusammen mit den genau vis á vis des Hofausganges situierten Malscreens oder Präsentationsscreens unterschiedliche Spielmöglichkeiten im geschützten innerstädtischen Hofbereich vorfinden.
Infrastrukturelle Ausstattung der Wohnungen:
Wichtiger Teil des Wohnkonzeptes ist es, den Anforderungen an die neue Informations- und Arbeitswelt gerecht zu werden, da Teleworking und Netshopping für viele Bevölkerungsteile bereits Bestandteile des Alltages sind. Deshalb werden die Wohnungen mit den neuen Medienschienen vorbereitet, die den Anforderungen des globalen Dorfes entsprechen.
ÖKOLOGIE:
Eine optimierte Gebäudehülle im Niedrigenergiestandart, passive Sonnenenergienutzung und optional die Installation einer Bauteilheizung (es sind keine Heizkörper erforderlich, die Wände werden mit einfachen Kupferrohrleitungen erwärmt, die dann als "reine Strahlungsheizung" den angenehmen Kachelofeneffekt erzielen. Diese Heizungsart erlaubt bei gleicher Behaglichkeit die Raumtemperatur auf Grund des erwähnten Effektes um 2-3 Grad niedriger zu halten) bewirkt eine Energieeinsparung. Das Gesamte Leitungssystem wird für Grauwassernutzung vorbereitet. Holzböden in den Aufenthaltsbereichen komplettieren das ökologische Angebot der Ausstattung.