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ZUBAU HTBLVA WR NEUSTADT,
2700 Wiener Neustadt, Dr. Eckener-Gasse 2

Das Bauvorhaben stellt den Zubau für den"EDV-Unterricht", der Höheren technischen Lehr- und Versuchsanstalt   Wiener. Neustadt dar.
Es wurden 19 Unterrichtsräume, 6 EDV-Sonderunterrichtsräume, 1 Vortragssaal, PC-Werkstätten und -Labor sowie die zugehörigen Nebenräume, wie Bibliothek, Verwaltung, Garderobenbereich, WC, Pausenflächen, Schüleressensbereich mit Küche, sowie Schüleraufenthalt, etc. errichtet
Die Grundüberlegung für die Situierung des Zubaues ist es, eine enge Verflechtung (kurze Wege) mit dem Hauptgebäude (Klassentrakt und Sonderklassentrakt) zu schaffen, ohne jedoch grössere Eingriffe in den Bestand zu vollziehen, da der laufende Unterricht nicht   beeinträchtigt werden sollte. Dies wurde durch Situierung eines Ost-West gerichteten, zweihüftigen   Baukörpers erreicht, der mit dem Bestand in jedem Geschoss   verbunden wird. Zur Verbesserung der internen Kommunikation und Verkürzung der Weglängen wird der Neubau zusätzlich im Bereich der vorhandenen Verwaltung im 1. Obergeschoss sowie im Erdgeschoss, im Bereich des Buffets mit dem bestehenden Sonderklassentrakt verknüpft. Der so entstehende neue Innenhof ist begrünt und in Teilbereichen als Pausenhofausgestaltet. Die äussere Erschliessung des Zubaues erfolgt unabhängig vom Altbau über den bestehenden Parkplatz. Die innere Erschliessung erfolgt über zwei rauchdicht abgeschlossene Sicherheits-Stiegenhäuser sowie einen behindertengerechten Lift im Eingangsbereich, der direkt in die Pausenhallen der einzelnen Geschosse führt und nahe der Verbindung zum Altbau liegt.

BESONDERHEITEN, ÖKOLOGIE:
Das Schulgebäude wurde hier erstmals als "Pilotprojekt" mit einer "kontrollierten Lüftung" ausgestattet. Zu diesem Zweck wurden in das Erdreich ausserhalb des Gebäudes zur Zuluftkonditionierung Betonrohre als sogenannte "Energiebrunnen" verlegt.
Nutzen dieser Massnahmen sind:
Wesentliche Verbesserung des Raumklimas durch Reduktion des CO2 Gehalts der Raumluft in den Unterrichtsräumen, speziell im Winter,   sowie Wärmerückgewinnung aus der Raumabluft und somit Reduktion des Lüftungswärmebedarfes und Vermeidung unkontrollierten Lüftens.
Als Nebeneffekt wird die Zuluft gefiltert und ist daher für Allergiker besser verträglich.
Funktion der kontrollierten Lüftung:
Die Aussenluft wird über einen Frischluftbrunnen mit Grobstaubfilter durch den Erdkollektor angesaugt. Dieser besteht aus Betonrohren ,welche in ca. 2 m Tiefe unter den Grünanlagen verlegt sind. Dabei wird die Luft im Winter auf natürlichem Wege vorgewärmt, (immer über 5 ° C), im Sommer um ca. 3-8 Grad gekühlt (" free cooling").
Die Anlage fördert die gefilterte und über den Wärmetauscher   aufgewärmte Zuluft über Quellluftauslässe zugfrei in die Klassenräume und Sonderunterrichtsräume. Die so in die Unterrichtsräume eingebrachte Luft tritt durch den im Raum entstehenden Überdruck wieder   über Überströmgitter mit Schalldämpfern   in die Gänge über. Von dort wird die Abluft abgesaugt und über den Plattenwärmetauscher des zentralen Lüftungsgerätes geführt und somit   die Aussenluft vorgewärmt .( Energiegewinnung von ca. 80% aus der Abluft. Danach wird die Abluft   ins Freie über Dach ausgeblasen.
Zu/Abluft-Gerät mit integrierter Wärmerückgewinnung; Situierung des Lüftungsgerätes erfolgt im Kellergeschoss). Die Frischluftansaugung wird über einen Energiebrunnen realisiert (Frischluftbrunnen mit anschliessendem Erdkollektorbestehend aus 2 erdüberdeckten Betonrohren). Die Fortluftausbringung erfolgt über Dach. Die Auslegung erfolgt so, dass ein dreifacher, stündlicher Luftwechsel gewährleistet ist Kontrollierte Lüftung der Klassenzimmer. Die Lüftung erfolgt   nach folgendem Prinzip: Zuluft über Gitterauslässe; Abluft als Infiltrationsluft über Gitter und Schalldämpfer in
Doppelböden in den EDV Unterrichtsräumen

Die EDV Klassen wurden erstmals als Lap-Top- Klassen ausgebildet, sodass jeder Schüler an seinem Arbeitsplatz einen Datennetz,-und Stromanschluss erhält.Dazu wurde ein Dopppelboden in den Klassen installiert.

AUSSENANLAGEN
Der neue Innenhof ist als Pausenhof mit teilweise als begehbare, befestigte
Pausenfläche, teilweise als begrünter Bereich ausgestaltet.

Statistik
BGF über Terrain:...................ca.   7.336 m²
Nettogrundflächen über Terrain:.................................ca.   6.363 m²

Anzahl der Unterrichtsräume, ohne Sonderräume.........25
Bauzeit:........................1999-2001


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