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WOHNHAUS AM FUCHSENFELD
112 0 Wien, Malfattigasse 45

Die Lage ist wie der Name sagt, in einem Bezirksteil Meidlings "Am Fuchsenfeld". Es wurden dort 119 Wohnungen (1-5 Zimmer) und eine Beschäftigungstherapiewerkstätte sowie 122 Tiefgaragenplätze errichtet.
Leitbild für die Gesamtanlage ist eine Neuinterpretation des "Wiener Hofes" (Blockes) wobei nördlich 3 bestehende Altgebäude in die   karreeartige Blockform miteinzubeziehen waren. Die vorhandenen, gründerzeitlichen Wohnblockstrukturen sind durch typische Eckausbildungen (abgekappt), rund mit Dacherker, aufgesetzten Dachattiken etc.) geprägt. Die Erdgeschosszone wurde semitransparent gestaltet und über die Zäsur einen Durchgang über die bestehende nördliche Bebauung herzustellen. Unversiegelte Flächen mit Baumpflanzungen, Kleinkinderspielplätzen, Feuermauerbegrünungen und bereichsbezogene Sitzplätze gestalten den grossen zusammenhängenden grünen Hof und machen ihn vielfältig nutzbar und zu einer Kontaktzone für die Bewohner und   beziehen die kleinen Bestandshöfe visuell mit ein.
Die Dachzone wurde mit penthouseartigen Maisonettenwohnungen über rhythmisch gesetzte kubische Baukörper definiert.
Die Fassadenstruktur leitet sich aus Orientierung und Grundrisstypologie ab, der südgerichtete Teil erhält Loggien und eine bandartige Fassadenstruktur, die von zusammengefassten Loggienelementen überlagert wird und so die Geschosse zu einer einheitlichen Fassadenstruktur zusammengefasst werden. Murlingengasse und Fockygasse werden als bandartige Lochfassade ausgebildet.
Die vertikale Zäsur an der Murlingengasse ist als verglastes Erschliessungshallenelement konzipiert mit Blick auf Innenhof und Strasse.
EG-Wohnungen erhalten private, atriumartige Gärten zum Innenhof mit begrünten Einfriedungen als Abschluss zu Allgemeinflächen.
Die Sequenzen der "öffentlichen Räume" stellen eine wesentliche Ergänzung für die Qualität der "eigenen vier Wände" dar:
Attraktiver, lebensgerechter, urbaner Hof mit zentraler, nicht versiegelter Fläche und bewusst gesetzten Bepflanzungselementen, der Nachbarhof wird über eine Treppe angebunden
Durchlässigkeit zwischen Strasse und Hof im 1. Kellergeschoss entlang der Murlingengasse
Aus der jeweiligen Orientierung und Lage im Gebäude entwickeln sich besondere und vielfältige Varianten von Wohnungstypen:
Sondertypen entwickeln sich im Anschluss an das alte Nachbargebäude (durchgesteckt, Ost/West) und an der Gebäudeecke sowie in den Dachgeschossbereichen (Maisonettenwohnungen mit grossen Terrassen).

Im EG und 1. OG des Traktes Fockygasse ist eine Einrichtung der sozialen Infrastruktur, eine Behinderen-Therapiewerstätte ( 900 m² ) mit attraktiver Orientierung der Aufenthaltsräume und vorgelagerten Freiflächen hin zum Gartenhof situiert.

Technische Daten:

Wohnungsanzahl   Anzahl
Wohnnutzfl. inkl. Loggia
A4 57................ 4284 m²
KB 62.................. 4285 m²
119 ....................8569 m²

Behindertenwerkstatt ...........485 m²
Stellplätze................122
Grundstücksgrösse gesamt 3649 m²


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