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GENERALSANIERUNG und UMBAU
VOLKSSCHULE 1230 Wien Carl Prohaskaplatz

AUSGANGSLAGE
Die Volksschule am Carl Prohaskaplatz wurde   im Jahre 1968 errichtet und als pavillonartige Baukörperform mit angehängtem Turnsaaltrakt und drei geschlossenen Innenhöfen konzipiert. Auf Grund des Baualters und der geänderten Wärmeschutzbestimmungen und Anforderungen an einen zeitgemässen Schulbetrieb entsprach das Schulgebäude in vielen Punkten nicht mehr den heutigen Anforderungen.
Der Grundriss wies viele überdimensionierte Erschliessungsflächen, aber keine Pausen- und Veranstaltungsflächen auf. Im Sinne der derzeitigen pädagogischen Anforderungen an den Schulbetrieb, wonach eine verstärkte Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus zum Wohle der Schüler angestrebt werden soll, sind Gemeinschaftsflächen, wo eine   Auseinandersetzung zwischen Schülern, Eltern und Lehrern Platz greifen kann, unbedingt erforderlich. Auch ist der Standort der Schule in einem zum Teil dichtbebauten Wohngebiet der 60er und 70er Jahre ein zentraler Ort, wo Kommunikation wünschenswert ist. Weiters besass die Schule zu wenig Abstellflächen bzw. Nebenräume, sodass Möbel und Unterrichtsbehelfe in den Gangflächen platziert waren.

ENTWURFSKONZEPT
Um eine grosszügige und übersichtliche Eingangssituation zu schaffen, wurde der Eingangsbereich in die Achse des ersten Hofes gelegt. Über Stufen und über eine behindertengerechte Rampe (6% Steigung), die seitlich entlang der Wienerfeldgasse zum Eingang führt, erreichen die Schulbesucher den Windfang, welcher optisch gestellt frei vor dem Eingangsportal sitzt, und durch ein Glasdach überdeckt ist.
In Verlängerung dieser neuen Achse wird der erste, vierseitig umschlossene Schulhof mit einem Stahlleichtdach überdacht, welches durch ein umlaufendes Lichtband von den anschliessenden Baukörpern distanziert ist, um eine grosszügige, helle Pausenhalle zu schaffen. Diese Halle kann auch als Versammlungsfläche, Ausstellungsfläche, etc. genutzt werden und es entsteht die räumliche Qualität eines überdachten Schulhofes, der auch für die Nachmittagsbetreuung genutzt werden kann. In dieser Halle ist zentral, der Aufzug angeordnet, der mit seiner Glasumwehrung ein Gestaltungselement der Halle ist.
Der ursprüngliche Eingangsbereich wurde zum Teil der Schulwartwohnung zugeordnet. Im Anschluss an die Schulwartwohnung erstreckt sich der Verwaltungsbereich. Die Aufstockung des ebenerdigen Verwaltungstraktes schafft im neuen Obergeschoss Platz für die laut Raumprogramm fehlenden Räumlichkeiten. Über dem Küchenbereich ist die Bibliothek angeordnet, mit Blick durch eine Glaswand in den Innenhof. Durch diese Raumverschiebungen konnten im Erdgeschoss die Räume, welche in der Nähe des Spielplatzes liegen, für die Nachmittagsbetreuung zusammengefasst   und optimal an diesen angebunden werden. Eine weitere, sehr wesentliche Verbesserung, schafft die Verbindung durch einen zweigeschossigen Verbindungsgang im östlichsten Hof, da die zwei bestehenden Haupterschliessungsgänge der Klassen nur im Westen durch die Halle verbunden sind. In diesem Verbindungsgang können die notwendigen Garderobenschränke der dahinterliegenden Klassen untergebracht werden.
Ein wichtiges Element der Schule bildet die neue Vorplatzgestaltung. Der Vorplatz ist in seiner neuen Konzeption jetzt offen und gut überschaubar gestaltet und soll den ankommenden Schülern einen Platz zum Verweilen und das Gefühl der Sicherheit geben.
Die Schule wurde technisch den heutigen wärmetechnischen Standards angepasst (Fenster, Dach, Wärmedämmung).

Statistik
Grundstücksfläche:...........6.519 m2
Bebaute Fläche:.............2.774 m2
Bruttogeschossfläche:.........5.984 m2
Nettogrundrissfläche gesamt:.....5.157 m2
Bruttorauminhalt:............ 22.941 m3
Planung..............1999 - 2002
Ausführung..............2000-2003

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